2013

PADERBORN ZU GAST BEI DEN VEREINTEN NATIONEN

PADERBORNER STUDENTEN REPRÄSENTIEREN ECUADOR BEI DER GRÖSSTEN SIMULIERTEN UN-KONFERENZ DES JAHRE

Von Gerhard Heimann

Paderborn. Die NMUN – was genau ist das? Die Abkürzung steht für National Model United Nations. Damit sind wir aber nicht schlauer, oder? Eine Model United Nations Konferenz simuliert Meetings, wie sie bei den Vereinten Nationen vorkommen. Selbst in Deutschland werden solche Konferenzen abgehalten, seit einigen Jahren auch hier in Paderborn. Verantwortlich dafür ist die Hochschulgruppe und Initiative PaderMUN, die nicht nur selbst Konferenzen organisiert. Studenten aus Paderborn, hauptsächlich aber nicht nur Mitglieder dieser Gruppe, besuchen auch andere Konferenzen. In Deutschland wäre da zum Beispiel die SiegMUN in Siegen zu nennen. Aber gelegentlich finden auch Konferenzen im Ausland statt, so wie die NMUN. Das erste N steht, wie bereits erwähnt, für National. Diese NMUN wird einmal im Jahr in New York abgehalten und auch 2013 waren wieder 20 motivierte Paderborner mit dabei. Sie stammten aus den verschiedensten Fachbereichen sowie Studiengängen und nicht, wie man vermuten könnte, ausschließlich aus der Anglistik/ Amerikanistik. Diese verschiedenen Hintergründe verliehen der diesjährigen Delegation eine Diversität und auch Flexibilität und verschiedene Herangehensweisen an Problematik und Themen. Es ist nicht zuletzt dieser Kombination und Variation verschiedener Fachbereiche zu verdanken, dass die Konferenz für alle Beteiligten ein großer Erfolg wurde. Die Konferenz fand vom 17. bis 21. März statt und war somit länger als die meisten anderen Konferenzen. Dieses Mal repräsentierten die Paderborner Studenten die Delegation von Ecuador.
Am Sonntag Abend fand die Eröffnungszeremonie mit allen teilnehmenden Studierenden aus aller Welt statt. Verschiedene Redner stimmten die jungen Delegierten auf die kommenden Tage ein. Neben Paderborn waren auch noch andere Hochschulen aus Deutschland vertreten, so beispielsweise auch Siegen. Nach der Zeremonie zur Eröffnung sammelten sich die Delegierten meistens paarweise in ihren verschiedenen Komitees, um am gleichen Abend bereits die erste Sitzung abzuhalten. Bei den Konferenzen geht es darum, aktuelle politische und soziale Themen wie beispielsweise die Piraterie vor Somalias Küste zu behandeln, auf die Probleme aufmerksam zu machen, Lösungsansätze zu finden und in Zusammenarbeit mit so vielen verschiedenen Delegationen wie möglich ein sogenanntes Resolution Paper anzufertigen. Um also möglichst rasch Lösungen zu finden, begann die Konferenz noch am Sonntag Abend. Am Montag, Dienstag und Mittwoch arbeiteten die Delegierten aller Länder konzentriert zusammen, denn sie wollten vor Ablauf der Konferenz Resolutionspapiere haben, über die dann abgestimmt werden konnte. Zu diesem Zweck fanden sie sich in Gruppen zusammen und tauschten Ideen und Lösungsansätze aus. Am Mittwoch Nachmittag war es dann soweit und die vollendeten Resolutionspapiere wurden zur Abstimmung in den jeweiligen Komitees freigegeben. In manchen dieser Komitees dauerte die Abstimmung länger, andere waren schnell fertig. Das hängt hauptsächlich mit der Größe des Komitees und Anzahl sowie Umfang der Resolutionspapiere zusammen. Schließlich waren alle Abstimmungen beendet, ebenso wie der Großteil der Konferenz. Ein weiteres großes Highlight sollte für die Delegierten aus Paderborn allerdings noch anstehen: die Verabschiedungszeremonie im Hauptgebäude der Vereinten Nationen!
Diese fand am folgenden Donnerstag in der General Assembly Hall statt, in der das General Assembly der Vereinten Nationen zu tagen pflegt. Ein ganz besonderes Ambiente zum Abschluss einer ganz besonderen Konferenz eben. Auch hier gaben sich verschiedene Redner die Ehre und nach Abschluss der knapp einstündigen Zeremonie wurden die Delegationen für ihre herausragende Arbeit geehrt. Zwei Paderborner bekamen sogar eine Auszeichnung für ein ”outstanding Position Paper”, somit war auch dieses Jahr von Erfolg gekrönt.
Die Studenten aus Paderborn nutzten ihre Zeit in der General Assembly Hall und haben kurz vor Schluss noch ein Gruppenfoto aufgenommen. Einen besseren Ort hätten sie dafür nicht finden können! Danach war die NMUN 2013 für diese jungen Studenten auch schon so gut wie vorbei. Aufgrund der großen Resonanz der NMUN wurden aber zwei Konferenzen veranstaltet, und die zweite sollte ein paar Tage später starten. Teilnehmen durften die Leute, die sich angemeldet hatten und noch nicht bei der ersten Konferenz dabei sein konnten. Aber kein Grund, um Trübsal zu blasen. Im nächsten Jahr findet wieder eine National Model United Nations Konferenz in New York statt. Und wer nicht so lange warten möchte, kann bereits im Juni ganz nah und im kleineren Rahmen an der PaderMUN Konferenz 2013 teilnehmen.

ELBMUN 2013, DRESDEN

Vom 22. – 26. April 2013 fand die ElbMun in Dresden im Sächsischen Parlament statt an der auch Studierende der Universität Paderborn teilnahmen. Diese vertraten die Universität in verschiedenen Komitees wie dem Security Council, dem Economic and Social Council oder dem Committee on Disarmament and International Security. 5 Tage lang wurden unter dem Motto „Rethink today, Inspire tomorrow“ Kompromisse geschlossen und Resolutionen geschrieben. Vor allem im Social Humanitarian and Cultural Committee waren die Delegierten aus Paderborn präsent, vertraten Länder wie den Sudan, Polen oder auch Saudi Arabien und beschäftigten sich mit gezwungener Migration, internationalen Maßnahmen für Flüchtlinge und der Handhabung von Staaten, welche gerade eine Revolution erlebt hatten. Auch außerhalb der Sitzungsphasen hatte die Konferenz sehr viel zu bieten und die Teilnehmer konnten sich untereinander kennenlernen. Es war für jeden etwas dabei: Es wurde eine Stadtführung organisiert, es gab eine Sportveranstaltung sowie eine Kneipentour und zum Schluss einen Abschlussball. Nach einer spannenden Woche in Dresden war das Fazit der Studierenden eindeutig: Die Konferenz war mehr als lohnenswert und ein weiterer Besuch einer ElbMUN ist denkbar!